Adipositas ist ein wachsendes Problem der öffentlichen Gesundheit. Mit geeigneten Maßnahmen lässt sich einer Adipositas vorbeugen, doch manche Menschen benötigen professionelle Unterstützung, um ihr Gewicht zu verringern.
Vorbeugung: Ernährung und Bewegung
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind die wirksamsten Mittel, um Adipositas vorzubeugen. Zu den Grundregeln gesunder Ernährung gehört es, keine Mahlzeiten auszulassen und auf Fast Food, Frittiertes, Süßigkeiten sowie kohlensäure- und zuckerhaltige Getränke möglichst zu verzichten. Wer kurze Strecken zu Fuß geht und Auto sowie öffentliche Verkehrsmittel seltener nutzt, bewegt sich im Alltag mehr. Auch regelmäßiger Schlaf und der Verzicht auf Alkohol und Rauchen sind wichtig.
Die Ursache der Gewichtszunahme abklären
Um Essgewohnheiten und Stoffwechsel zu beurteilen, ist die Zusammenarbeit mehrerer Fachrichtungen sinnvoll:
- Ernährungsberatung durch eine Diätassistentin oder einen Diätassistenten,
- Untersuchung durch eine Endokrinologin oder einen Endokrinologen (Hormon- und Stoffwechselerkrankungen),
- psychologische Beratung,
- Beratung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, um geeignete Bewegungs- und Sportformen festzulegen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist die letzte Option, wenn andere Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Gewichtsabnahme geführt haben. Menschen, die dauerhaft abnehmen möchten und bei denen konservative Maßnahmen nicht ausreichen, können sich an Fachärztinnen und Fachärzte für Adipositas- und metabolische Chirurgie wenden.
Adipositasoperationen kommen in der Regel infrage bei:
- einem BMI (Body-Mass-Index) von 40 kg/m² oder mehr,
- einem BMI von 35 kg/m² oder mehr mit Begleiterkrankungen,
- einem BMI über 30 kg/m² mit Typ-2-Diabetes oder schweren Stoffwechselproblemen.
Die Wahl des Zentrums und des Verfahrens
Bei der Wahl eines chirurgischen Zentrums sollte auf ein auf diesem Gebiet spezialisiertes Team geachtet werden. Der geplante Eingriff sollte der Patientin oder dem Patienten verständlich erklärt und das Verfahren individuell ausgewählt werden.
Heute wird am häufigsten der Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie) angelegt. Bei Menschen mit Diabetes, deren Blutzucker trotz Behandlung nicht ausreichend eingestellt ist, kann ein Bypass-Verfahren wie der Magenbypass infrage kommen.


