Allgemeine Gesundheit

Adipositas und Infektionsrisiko: Welcher Zusammenhang besteht?

Damit der Körper mit Viren und anderen Krankheitserregern fertig wird, ist ein gutes Immunsystem entscheidend. Chronische Erkrankungen können die Abwehrkräfte schwächen und den Körper anfälliger für gesundheitliche Probleme machen. Auch Adipositas gehört zu den Faktoren, die den Verlauf von Infektionen ungünstig beeinflussen können.

Adipositas, metabolisches Syndrom und Begleiterkrankungen

Adipositas kann zu einem metabolischen Syndrom führen. Es tritt bei Menschen mit Übergewicht und großem Bauchumfang auf und ist Vorbote zahlreicher Gesundheitsprobleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes. Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankungen sowie Menschen mit Adipositas gelten bei Infektionen als stärker gefährdet.

Besonders Menschen mit krankhafter Adipositas (BMI von 40 kg/m² oder mehr) tragen durch ihre Begleiterkrankungen ein erhöhtes Risiko. Während der COVID-19-Pandemie haben die US-amerikanischen Gesundheitsbehörden (CDC) Adipositas in die Liste der Risikofaktoren für schwere Verläufe aufgenommen. Bei ausgeprägter Adipositas steigt unter anderem das Risiko für ein akutes Atemnotsyndrom, eine schwere Komplikation von Atemwegsinfektionen.

Wie Adipositas die Lungenfunktion beeinflusst

Übergewicht kann sich deutlich auf die Lungenfunktion auswirken. Das zusätzliche Gewicht im Bauchbereich kann den Brustkorb zusammendrücken und die Bewegung des Zwerchfells sowie die Ausdehnung der Lunge erschweren. Dadurch wird das Atmen mühsamer. Das kann zu niedrigeren Sauerstoffwerten im Blut beitragen, die die Beschwerden einer Atemwegsinfektion verstärken.

Chronische Entzündung und Immunabwehr

Adipositas geht mit einer chronischen Entzündung im Körper einher, die die Immunantwort stören kann. Das kann es dem Körper erschweren, Krankheitserreger wirksam zu bekämpfen.

Herausforderungen bei der Behandlung im Krankenhaus

In Einrichtungen, die nicht auf Menschen mit Adipositas eingestellt sind, können zusätzliche Schwierigkeiten auftreten:

  • Manche Untersuchungsgeräte haben Gewichtsgrenzen, sodass bildgebende Verfahren nicht immer genutzt werden können.
  • Die Intubation auf der Intensivstation kann schwieriger sein.
  • Größere Betten und spezielle Transportmittel können erforderlich sein.

Bewegung, Ernährung und seelisches Befinden

Weniger körperliche Aktivität und mehr Zeit zu Hause können dazu führen, dass mehr gegessen wird, etwa aus Langeweile. Menschen mit Adipositas benötigen zudem häufig psychologische Unterstützung; in belastenden Phasen kann emotionales Essen auftreten.

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Welche Methode für Sie infrage kommt, wird nach Untersuchung und Befunden gemeinsam festgelegt. Sie können mit der Ersteinschätzung beginnen oder direkt anrufen.

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Prof. Dr. Emin Ersoy · Allgemeinchirurgie
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